Am 26. November 2025 hat der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz, Albrecht Bähr, in der Jugendherberge Mainz Regine Schuster im Rahmen einer Laudatio verabschiedet. Zahlreiche Weggefährtinnen und Partnerinnen aus Verbänden, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um eine Persönlichkeit zu würdigen, die über viele Jahre hinweg für Haltung, Verlässlichkeit und lösungsorientierte Zusammenarbeit in der Freien Wohlfahrtspflege stand.
In der Rede zeichnete Albrecht Bähr das Bild einer Führungspersönlichkeit, die die Interessenvielfalt der Wohlfahrt nicht nur kannte, sondern zusammenführen konnte. Die Freie Wohlfahrtspflege lebt von unterschiedlichen Profilen und starken Stimmen – gerade darin liegt ihre Stärke, aber auch ihre tägliche Herausforderung. Regine Schuster wurde dabei als jemand beschrieben, der diese Vielfalt souverän moderierte: mit klarer Positionierung, großem Verständnis für unterschiedliche Perspektiven und der Fähigkeit, tragfähige Kompromisse zu entwickeln.
Besonders hervorgehoben wurde, dass Regine Schuster die paritätische Stimme in Rheinland-Pfalz über Jahre hinweg sichtbar und hörbar gemacht hat – sowohl in geschlossenen Bündnissen als auch in Momenten, in denen eine eigenständige, pointierte Haltung gefragt war. Albrecht Bähr würdigte dabei ihre konsequente Orientierung an dem Grundsatz, dass soziale Teilhabe und gleichwertige Unterstützung allen Menschen zugutekommen muss.
Mit Blick auf die Zusammenarbeit in der LIGA – einschließlich ihrer beiden Amtszeiten im Vorsitz – wurde Regine Schuster als verlässliche und präsente Akteurin beschrieben, die fachliche Klarheit mit politischem Gespür verband. In den vielfach anspruchsvollen Verhandlungs- und Entwicklungsprozessen, etwa in den Bereichen Eingliederungshilfe und Kindertagesbetreuung, habe sie Ausdauer bewiesen und zugleich die gemeinsame Linie der Freien Wohlfahrtspflege gestärkt. Ihr Stil wurde als konsequent, fair und gelegentlich auch humorvoll charakterisiert – als ein Mix, der die Arbeit in Gremien ebenso erleichtert wie die Verständigung mit politischen Entscheidungsträger*innen.
Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz dankte Regine Schuster für ihren klaren Blick, ihren Pragmatismus und ihre emotionale Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit sowie für ein Miteinander, das in vielen Situationen von Kollegialität und gegenseitigem Respekt getragen war. Die Verabschiedung endete mit der Überreichung eines Geschenks und dem ausdrücklichen Wunsch, dass die Verbundenheit in der gemeinsamen Aufgabe – soziale Infrastruktur zu sichern und Teilhabe zu ermöglichen – auch über diesen beruflichen Übergang hinaus bestehen bleibt.