Start von FriDA in RLP: Sechs Beratungsstellen machen sich auf den Weg

Ein neuer Baustein für die Beratung von Jugendlichen und Familien

Heute, am 11. September 2026, startet für sechs Suchtberatungsstellen in Rheinland-Pfalz ein besonderer Qualifizierungsprozess: Sie beginnen mit der Schulung im FriDA-Beratungskonzept. Ziel ist es, das Konzept im kommenden Jahr in die tägliche Beratungspraxis zu integrieren und damit die Unterstützung für Jugendliche und Familien bei problematischem Substanzkonsum weiterzuentwickeln.

Was ist FriDA?

FriDA steht für „Frühintervention bei Drogenkonsum in der Adoleszenz“ und ist ein systemisches, familienorientiertes Beratungskonzept. Im Mittelpunkt stehen Jugendliche, deren Substanzkonsum von ihnen selbst oder ihrem Umfeld als problematisch wahrgenommen wird, sowie ihre Familien und Angehörigen.

Dabei richtet FriDA den Blick nicht allein auf den Konsum der Jugendlichen. Vielmehr wird die Situation im Zusammenhang mit den sozialen Systemen betrachtet, in denen junge Menschen leben – insbesondere Familie, Schule und Freundeskreis. Ziel ist es, gemeinsam mit den Beteiligten Risiken einzuschätzen, Ressourcen zu stärken und neue Lösungswege zu entwickeln.

Von Berlin nach Mainz!

Als Landesstelle für Suchtfragen Rheinland-Pfalz freuen wir uns besonders, dass wir für die Qualifizierung ein Inhouse-Schulungsformat mit dem Therapieladen Berlin realisieren konnten.

Die Schulungen finden eigentlich in Berlin statt. Durch das Inhouse-Format konnten wir den zwölf teilnehmenden Fachkräften aus Rheinland-Pfalz den langen Weg nach Berlin ersparen und gleichzeitig eine Qualifizierung direkt vor Ort ermöglichen.

Das bietet nicht nur organisatorische Vorteile: Die gemeinsame Schulung in Rheinland-Pfalz schafft auch Raum für Austausch und Vernetzung zwischen den beteiligten Beratungsstellen. So können Erfahrungen, Fragen und Perspektiven aus der rheinland-pfälzischen Beratungspraxis unmittelbar in den Qualifizierungsprozess einfließen.

Wir bedanken uns beim Therapieladen Berlin für die Möglichkeit, FriDA im Rahmen einer Inhouse-Schulung nach Rheinland-Pfalz zu holen, und freuen uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit.

2027: FriDA kommt in die Beratungspraxis

Nach der Qualifizierung steht die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Ab 2027 werden die sechs Beratungsstellen FriDA in ihre tägliche Arbeit integrieren.

Damit entsteht ein weiterer Baustein in der Unterstützung von Jugendlichen und Familien in Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, frühzeitig anzusetzen, familiäre Ressourcen zu aktivieren und gemeinsam mit Jugendlichen, Eltern und weiteren wichtigen Bezugspersonen Perspektiven für Veränderung zu entwickeln.

Der heutige Kursstart markiert damit nicht nur den Beginn einer Weiterbildung, sondern den Auftakt zu einem gemeinsamen Entwicklungsprozess: Sechs Beratungsstellen erweitern ihr fachliches Repertoire und schaffen die Grundlage dafür, FriDA ab 2027 in der Beratungspraxis in Rheinland-Pfalz einzusetzen.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Weg und wünschen allen Teilnehmenden einen erfolgreichen Start!

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