Frauen und Sucht

Frauen konsumieren Suchtmittel isolierter, heimlicher, sie werden weniger sozial auffällig, versuchen weiterhin ihren Alltagsaufgaben in Familie und Beruf nachzukommen, ihr Leben zu organisieren und dabei den Schein nach außen zu wahren. Überproportional häufig haben Frauen in ihrer Lebensgeschichte Erfahrungen von Gewalt oder sexualisierter Gewalt gemacht.

Frauen unterscheiden sich bezüglich Ursachen und Verläufen von Suchterkrankungen sowie hinsichtlich ihrer bevorzugten Suchtmittel, Konsummuster und komorbiden Störungen. Obwohl Frauen mittlerweile je nach Suchtmittel ein bzw. zwei Drittel aller Betroffenen stellen, erreichen Beratungs- und Behandlungsangebote weniger als ein Viertel der betroffenen Frauen, wenn es keine auf Frauen und Mädchen zugeschnittenen Angebote gibt.

Um suchtmittelabhängige Frauen und Mädchen mit einem bedarfsgerechten Beratungs- und Behandlungsangebot besser zu erreichen, wurde die Arbeitsgruppe Frauen und Sucht gegründet. In dieser Arbeitsgruppe sind Fachfrauen aus unterschiedlichen Institutionen des Suchthilfesystems vernetzt, um frauenspezifische Aspekte und Angebote in die Suchtarbeit einzubringen, zu fördern und zu koordinieren.

Die Arbeitsgruppe wurde im Rahmen des rheinland-pfälzischen Fachkräfteprogramms fünf Fachstellen für frauenspezifische Suchtberatung, Suchtberatung und Prävention in Rheinland-Pfalz eingerichtet, die vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz gefördert werden.

Die Mitglieder der AG „Frauen und Sucht in Rheinland-Pfalz“

  • engagieren und setzen sich ein für frauenspezifische und innovative Angebote im Suchtbereich,
  • tauschen sich kontinuierlich über frauenspezifische Themen und Anforderungen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen aus,
  • führen regelmäßig interkollegiale Fortbildungen durch und
  • setzen sich in Kooperation mit politischen Gremien, Verbandsgremien und am Arbeitsplatz für die Realisierung von frauenangemessenen Versorgungsstrukturen und Inhalten im Suchtbereich ein.

 

Die Sprecherinnen der AG nehmen einmal pro Jahr auch an den allgemeinen Sitzungen der Landesstelle teil (immer in der Frühjahrssitzung).  Die Arbeitsgruppe selbst erhält keinerlei finanzielle Förderung.

  • Ansprechpartner
  • Angebote
 

Sprecherinnen der AG "Frauen und Sucht in Rheinland-Pfalz"

Martina Wirges

CV Rhein-Wied-Sieg e.V.
Heddesdorfer Str. 5
56564 Neuwied

Tel.: 02631 987567

E-Mail: wirges@caritas-neuwied.de

Anette Leiß

Median TZ Bassenheim
Hospitalstr. 16
56220 Bassenheim

Tel.: 02625 930 11

E-Mail: anette.leiß@median-kliniken.de

Alle Einrichtungen halten folgende frauenspezifischen Beratungs- und Behandlungsangebote vor:

Beratung und Vermittlung:

  • Beratung und Therapie für Frauen und Suchterkrankung
  • Beratung von suchtmittelabhängigen Frauen mit ihren Kindern
  • Vermittlung in stationäre Entwöhnungsbehandlung
  • Vermittlung in ambulante Entwöhnungsbehandlung

 

Frauenspezifische Gruppenangebote:

  • Indikationsgruppen bei Alkoholabhängigkeit / Drogenabhängigkeit
  • Indikationsgruppen bei Anorexia und Bulemia nervosa
  • Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) für Frauen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit
  • Indikationsgruppen „Erwachsene Kinder aus suchtkranken Familien“
  • Indikationsgruppen für Frauen mit co-abhängigen Beziehungsstrukturen

 

Schulische Suchtprävention und Beratung:

  • Workshops / Seminare zum Thema Sucht, Alkohol, Drogen, Essstörungen
  • Elternabende
  • Bereitstellung von Info- Materialien
  • Beratungen von Schülerinnen an der Schule
  • Beratungen von Lehrer/innen
  • Multiplikatorenschulung

 

Arbeitskreise:

  • Mitarbeit im Lehrer-Arbeitskreis
  • Mitarbeit im AK Mädchen
  • Mitarbeit beim LRT – RIGG
  • Teilnahme an Koordinationssitzungen verschiedener Projekte der Landeszentrale für Gesundheitsförderung RLP (LZG)
  • Teilnahme und Mitarbeit im Arbeitskreis der Mitarbeiterinnen der 5 Fachstellen für frauenspezifische Suchtarbeit unter der Leitung von Herrn Dr. Dehm (MMFJIV)

Kooperation / Netzwerke:

  • Mitarbeit Runder Tisch (Gewalt in engen, sozialen Beziehungen) bzw. Mitarbeit im Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen
  • Fachvorträge zur Suchterkrankung bei Mädchen und Frauen
  • Projekte in der Gemeinde, Kindergärten, Vereinen
  • Jährliche Kooperationstreffen mit substituierten Ärzten, Staatsanwaltschaft, Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Teilnahme am Netzwerk Kindeswohl
  • Kooperation mit Selbsthilfe

Frauenspezifische Suchtprävention:

  • Infoveranstaltungen für Frauen
  • Workshops zum Thema Essstörung
  • Workshops zum Thema Selbstverletzungen
  • Workshops zu den Themen Mobbing und Gewalt an Schulen
  • Workshops zum Thema „Achtsamkeit“ zur Selbstwertstärkung
  • Multiplikatorenschulung, Workshops und Infoveranstaltungen zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“
  • Vermittlungs- und Vernetzungsangebote
  • Schulungen von Personalverantwortlichen
  • Schulungen von Ehrenamtlichen
  • Schulungen von Institutionen der Jugendhilfe (Jugendamt, Bewährungshilfe etc.)
  • Fallberatung für Mitarbeitende der Jugendhilfe
  • Schulungen zum Thema „Loverboys“

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Internetauftritt
  • Presseberichte, Zeitungsinterviews und Berichte zu verschiedenen Projekten und Veranstaltungen
  • Artikelserien zu den frauenspezifischen Themen (Co- Abhängigkeit, frauenspezifische Konsummuster u.a.)
  • Diverse Aktionen, z. B. Ausstellung zur frauenspezifischen Suchtprävention, Kunst- und Fotovernissagen in Kombination mit Diskussionsforen zu sucht- und frauenspezifischen Themenstellungen

Überregionale Zusammenarbeit mit:

  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz (LZG)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Frauenministerium (MFFJIV) / Sozialministerium (MSAGD)
  • Deutsche Rentenversicherung Bund und Land

Fortbildungen und Supervision werden in allen Beratungsstellen durchgeführt.

Frauenspezifische Beratung:

  • Internetberatung für suchtmittelabhängige Frauen und angehörige Frauen in Krisensituationen
  • IPV (Intervention Prävention Verkehr) zur Vorbereitung auf die MPU für Frauen zur Wiedererlangung des Führerscheins

Frauenspezifische Gruppenangebote:

  • Gruppen für abstinente Frauen mit Kindern
  • Supervision von Selbsthilfegruppen für alkoholmedikamentenabhängige Frauen
  • Gruppen für Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Beratung von Selbsthilfegruppen für essgestörte Frauen
  • Seminare für abhängige Frauen mit ihren Kindern
  • Freizeitangebote für Mütter und Kinder aus suchtbelasteten Familien

Folgende Projekte werden regional durchgeführt:

  • Kooperationsprojekt nach der Wormser Netzwerkkonzeption „Pro Kids“
  • Kooperationsprojekt „girlsday“, Speyer/ Germersheim und Trier
  • Fahnenaktion „NEIN zur Gewalt an Frauen“
  • Mitarbeit an Projekten und Fortbildungsveranstaltungen zu Gewalt an Frauen
  • Teilnahme an der Aktionswoche „Alkohol ist weniger“ der BZgA
  • Schulungen „Sucht im Betrieb“ unter besonderer Berücksichtigung der frauenspezifischen Aspekte

Folgende regionalen Arbeitskreise werden wahrgenommen:

  • Leitung und Koordination AK „Kinder aus suchtbelasteten Familien Worms“
  • Teilnahme an den örtlichen Ak/s „Gewalt in engen, sozialen Beziehungen“
  • Mitarbeit im Forum für Essstörung und den örtlichen Ak/s für Essstörungen
  • Teilnahme am AK „Frauen und Arbeit“, Verbundsystem Trier
  • Teilnahme am AK „Netzwerk Psychotrauma“, Trier
  • Teilnahme am AK „Weiterentwicklung von frauenspezifischen Arbeitsansätzen in der Suchtarbeit von Caritas- Beratungsstellen“, Caritas-intern
  • AK „Suchtprävention“, Trier / Kreis Trier-Saarburg

Aktuelles: 2019/2020

Alle Fachstellen arbeiten am Modellprojekt zur Verbesserung der Versorgung suchterkrankter Frauen mit Gewalterfahrung in Rheinland-Pfalz.

Ansprechpartnerinnen

 

Martina Wirges

CV Rhein-Wied-Sieg e.V.
Heddesdorfer Str. 5
56564 Neuwied

Tel.: 02631 987567

E-Mail: wirges@caritas-neuwied.de

Anette Leiß

Median TZ Bassenheim
Hospitalstr. 16
56220 Bassenheim

Tel.: 02625 930 11

Angebote der frauenspezifischen Beratungsstellen

Beratung und Vermittlung:

  • Beratung und Therapie für Frauen und Suchterkrankung
  • Beratung von suchtmittelabhängigen Frauen mit ihren Kindern
  • Vermittlung in stationäre Entwöhnungsbehandlung
  • Vermittlung in ambulante Entwöhnungsbehandlung

Frauenspezifische Gruppenangebote:

  • Indikationsgruppen bei Alkoholabhängigkeit / Drogenabhängigkeit
  • Indikationsgruppen bei Anorexia und Bulemia nervosa
  • Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) für Frauen mit Alkohol- und Drogenabhängigkeit
  • Indikationsgruppen „Erwachsene Kinder aus suchtkranken Familien“
  • Indikationsgruppen für Frauen mit co-abhängigen Beziehungsstrukturen

Schulische Suchtprävention und Beratung:

  • Workshops / Seminare zum Thema Sucht, Alkohol, Drogen, Essstörungen
  • Elternabende
  • Bereitstellung von Info- Materialien
  • Beratungen von Schülerinnen an der Schule
  • Beratungen von Lehrer/innen
  • Multiplikatorenschulung

Arbeitskreise:

  • Mitarbeit im Lehrer-Arbeitskreis
  • Mitarbeit im AK Mädchen
  • Mitarbeit beim LRT – RIGG
  • Teilnahme an Koordinationssitzungen verschiedener Projekte der Landeszentrale für Gesundheitsförderung RLP (LZG)
  • Teilnahme und Mitarbeit im Arbeitskreis der Mitarbeiterinnen der 5 Fachstellen für frauenspezifische Suchtarbeit unter der Leitung von Herrn Dr. Dehm (MMFJIV)

Kooperation / Netzwerke:

  • Mitarbeit Runder Tisch (Gewalt in engen, sozialen Beziehungen) bzw. Mitarbeit im Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen
  • Fachvorträge zur Suchterkrankung bei Mädchen und Frauen
  • Projekte in der Gemeinde, Kindergärten, Vereinen
  • Jährliche Kooperationstreffen mit substituierten Ärzten, Staatsanwaltschaft, Einrichtungen der Jugendhilfe
  • Teilnahme am Netzwerk Kindeswohl
  • Kooperation mit Selbsthilfe

Frauenspezifische Suchtprävention:

  • Infoveranstaltungen für Frauen
  • Workshops zum Thema Essstörung
  • Workshops zum Thema Selbstverletzungen
  • Workshops zu den Themen Mobbing und Gewalt an Schulen
  • Workshops zum Thema „Achtsamkeit“ zur Selbstwertstärkung
  • Multiplikatorenschulung, Workshops und Infoveranstaltungen zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“
  • Vermittlungs- und Vernetzungsangebote
  • Schulungen von Personalverantwortlichen
  • Schulungen von Ehrenamtlichen
  • Schulungen von Institutionen der Jugendhilfe (Jugendamt, Bewährungshilfe etc.)
  • Fallberatung für Mitarbeitende der Jugendhilfe
  • Schulungen zum Thema „Loverboys“

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Internetauftritt
  • Presseberichte, Zeitungsinterviews und Berichte zu verschiedenen Projekten und Veranstaltungen
  • Artikelserien zu den frauenspezifischen Themen (Co- Abhängigkeit, frauenspezifische Konsummuster u.a.)
  • Diverse Aktionen, z. B. Ausstellung zur frauenspezifischen Suchtprävention, Kunst- und Fotovernissagen in Kombination mit Diskussionsforen zu sucht- und frauenspezifischen Themenstellungen

Überregionale Zusammenarbeit mit:

  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung Rheinland-Pfalz (LZG)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Frauenministerium (MFFJIV) / Sozialministerium (MSAGD)
  • Deutsche Rentenversicherung Bund und Land

Fortbildungen und Supervision werden in allen Beratungsstellen durchgeführt.

 

Frauenspezifische Beratung:

  • Internetberatung für suchtmittelabhängige Frauen und angehörige Frauen in Krisensituationen
  • IPV (Intervention Prävention Verkehr) zur Vorbereitung auf die MPU für Frauen zur Wiedererlangung des Führerscheins

Frauenspezifische Gruppenangebote:

  • Gruppen für abstinente Frauen mit Kindern
  • Supervision von Selbsthilfegruppen für alkoholmedikamentenabhängige Frauen
  • Gruppen für Kinder aus suchtbelasteten Familien
  • Beratung von Selbsthilfegruppen für essgestörte Frauen
  • Seminare für abhängige Frauen mit ihren Kindern
  • Freizeitangebote für Mütter und Kinder aus suchtbelasteten Familien
 

Folgende Projekte werden regional durchgeführt:

  • Kooperationsprojekt nach der Wormser Netzwerkkonzeption „Pro Kids“
  • Kooperationsprojekt „girlsday“, Speyer/ Germersheim und Trier
  • Fahnenaktion „NEIN zur Gewalt an Frauen“
  • Mitarbeit an Projekten und Fortbildungsveranstaltungen zu Gewalt an Frauen
  • Teilnahme an der Aktionswoche „Alkohol ist weniger“ der BZgA
  • Schulungen „Sucht im Betrieb“ unter besonderer Berücksichtigung der frauenspezifischen Aspekte
 

Folgende regionalen Arbeitskreise werden wahrgenommen:

  • Leitung und Koordination AK „Kinder aus suchtbelasteten Familien Worms“
  • Teilnahme an den örtlichen Ak/s „Gewalt in engen, sozialen Beziehungen“
  • Mitarbeit im Forum für Essstörung und den örtlichen Ak/s für Essstörungen
  • Teilnahme am AK „Frauen und Arbeit“, Verbundsystem Trier
  • Teilnahme am AK „Netzwerk Psychotrauma“, Trier
  • Teilnahme am AK „Weiterentwicklung von frauenspezifischen Arbeitsansätzen in der Suchtarbeit von Caritas- Beratungsstellen“, Caritas-intern
  • AK „Suchtprävention“, Trier / Kreis Trier-Saarburg
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