Digitalisierung in der Suchthilfe

                                                        Chancen und Entwicklungen

Die Digitalisierung spielt eine immer wichtigere Rolle in der Suchthilfe und bietet neue Möglichkeiten, um suchtkranken Menschen Unterstützung anzubieten. Durch digitale Angebote können Beratungs- und Behandlungsangebote flexibler, leichter zugänglich und zeitlich unabhängig gestaltet werden.

Ein bedeutendes Projekt in diesem Bereich ist die „digitale Suchtberatung – Digi Sucht“. Dieses Projekt ermöglicht es, suchtspezifische Beratung online durchzuführen und somit eine niederschwellige, vertrauliche Unterstützung anzubieten. Mehr Informationen dazu finden Sie unter suchtberatung.digital.

Darüber hinaus sind mittlerweile alle ambulanten Suchtberatungsstellen digital erreichbar. Das bedeutet, dass Betroffene jederzeit und bequem von zu Hause aus Kontakt aufnehmen können, was insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie eine große Hilfe war. Die digitale Erreichbarkeit hat sich als äußerst nützlich erwiesen, um auch in Krisenzeiten eine kontinuierliche Unterstützung sicherzustellen und Barrieren wie Anfahrtswege oder Terminvereinbarungen zu reduzieren.

Insgesamt zeigt sich, dass die Digitalisierung in der Suchthilfe das Potenzial hat, die Versorgung zu verbessern, Barrieren abzubauen und mehr Menschen den Zugang zu wichtigen Hilfsangeboten zu ermöglichen.

Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe

Die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Suchthilfe bietet vielversprechende Möglichkeiten, um die Unterstützung von Betroffenen zu verbessern. KI kann dabei helfen große Datenmengen besser zu bündeln, effizienteres Arbeiten zu fördern und die Erreichbarkeit von Hilfsangeboten zu erhöhen. 

Dennoch bringt der Einsatz von KI auch Herausforderungen mit sich. Ethische Fragestellungen, Datenschutz und das Risiko, dass Ratsuchende echt menschliche Beziehungen nicht mehr von KI basierten „quasi sozialen Beziehungen“ (Löhe, 2024) unterscheiden können. 

Um diese Themen und Fragestellungen zu adressieren, entstand im Rahmen einer Zukunftswerkstatt das „Potsdamer Memorandum zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Suchthilfe“. Gemeinsam mit verschiedenen Verbänden, Fachexperten und Vertreterinnen aus der Suchthilfepraxis wurden die Potenziale, Chancen als auch die daraus hervorgehenden Verantwortungsbereiche zusammengefasst. Das Memorandum ist unter folgendem Link abrufbar:

KI Sucht Potsdamer Memorandum

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