Suchthilfe
Grundlegend orientiert sich das deutsche Suchthilfesystem an dem Säulen Modell der europäischen Suchtpolitik, welches vier zentrale Bereiche unterscheidet:
- Präventive Maßnahmen: Diese Säule zielt darauf ab, Suchtprobleme frühzeitig zu verhindern. Hierbei werden Aufklärungsarbeit, Präventionsprogramme und Maßnahmen zu Risikoreduktion gezählt, die Menschen bereits vor der Entstehung einer Abhängigkeitserkrankung schützen sollen.
- Beratungs- und Behandlungsangebote: In diesem Bereich stehen Unterstützung, Beratung und Behandlung für Menschen im Mittelpunkt, welche bereits ein problematisches Konsummuster oder Verhalten aufweisen oder die bereits an einer Abhängigkeit erkrankt sind
- Schadensminimierung: Diese Säule konzentriert sich auf Maßnahmen, die die Schäden des Konsumverhaltens verringern und minimieren sollen (Harmreduction). Dazu gehören beispielsweise Angebote wie Spritzentauschprogramme, Kontaktcafés oder auch Drogenkonsumräume.
- Repression: Der letzte Bereich umfasst Maßnahmen, die zur Durchsetzung gesetzlicher Regelungen und die Kontrolle des Suchtmittelkonsums abzielen. Hierbei geht es um die Bekämpfung von illegalen Aktivitäten im Zusammenhang mit Suchtmitteln oder Glücksspiel.
Das System ist so gestaltet, dass die verschiedenen Maßnahmen und Zuständigkeit der Leistungsträger sowie die Finanzierungsmodelle auf diese vier Säulen abgestimmt sind, um eine umfassende Unterstützung der Betroffenen und deren Umfeld zu gewährleisten.
Angebote für Menschen mit problematischem Konsumverhalten, Abhängigkeitserkrankte, Angehörige und Interessierte
Wir haben Ihnen hier kostenlose, in der Regel auch anonym nutzbare und fachlich anerkannte Angebote zusammengestellt. Menschen, deren Konsumverhalten zu einem Problem geworden ist, die bereits abhängigkeitserkrankt sind aber auch Angehörige und Interessierte können sich auszutauschen, weitere Hilfsangebote in der Nähe finden und sich auf dem Weg aus der Sucht anfangen zurechtzufinden.
Angebote im Bereich Suchtprävention finden Sie auf der Seite des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV): Suchtprävention . Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung
Die Kontaktdaten von Suchtberatungsstellen, Suchtselbsthilfegruppen oder auch Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Rheinland-Pfalz finden Sie über die Seite des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung (MASTD): www.suchtselbsthilfe.rlp.de
Fachkliniken und weitere stationäre Angebote sind auf der Homepage des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) einzusehen: Fachkliniken und Stationäre Hilfeangebote | Suchtprävention Rheinland-Pfalz
Eine Übersicht der einzelnen Selbsthilfeverbände, finden sie auf unserer Homepage: www.liga-rlp.de/landesstelle-fuer-suchtfragen-rheinland-pfalz.de
Die hier verlinkten Übersichten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Landesstatistik der Suchtberatungsstellen
Die Landesstatistik bietet einen umfassenden Überblick über die Arbeit der Suchtberatungsstellen im Land Rheinland-Pfalz. Sie enthält detaillierte Daten zu der personellen Ausstattung der Beratungsstellen, den Leistungen der Beratungsstellen sowie soziodemografische Informationen über die Klient*innen der Suchtberatung in Rheinland-Pfalz. Die Landesstatistik ermöglicht fundierte Einblicke in die Versorgungssituation im Bereich Sucht und dient als wichtige Grundlage für fachliche und politische Entscheidungen.
Erhoben werden die Daten jährlich durch das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Die Veröffentlichung erfolgt durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz:
Download Landesstatistik Jahr 2022 Landesstatistik Suchtberatung RLP 2022
Download Landesstatistik Jahr 2023 Landesstatistik Suchtberatung RLP 2023
Download Landesstatistik Jahr 2024 Landesstatistik Suchtberatung RLP 2024