Arbeitsgruppe Frauen und Sucht

Seit vielen Jahren ist bekannt und durch Forschung sowie Praxis belegt, dass Frauen, die abhängig geworden sind, in anderer Weise betroffen sind als Männer. Frauen konsumieren Suchtmittel isolierter, heimlicher, sie werden weniger sozial auffällig, versuchen weiterhin ihren Alltagsaufgaben in Familie und Beruf nachzukommen, ihr Leben zu organisieren und dabei den Schein nach außen zu wahren. Überproportional häufig haben Frauen in ihrer Lebensgeschichte Erfahrungen von Gewalt oder sexualisierter Gewalt gemacht.

Frauen unterscheiden sich bezüglich Ursachen und Verläufen von Suchterkrankungen sowie hinsichtlich ihrer bevorzugten Suchtmittel, Konsummuster und komorbiden Störungen. Obwohl Frauen mittlerweile je nach Suchtmittel ein bzw. zwei Drittel aller Betroffenen stellen, erreichen Beratungs- und Behandlungsangebote weniger als ein Viertel der betroffenen Frauen, wenn es keine auf Frauen und Mädchen zugeschnittenen Angebote gibt.

  • wurde die Arbeitsgruppe Frauen und Sucht gegründet. In dieser Arbeitsgruppe sind Fachfrauen aus unterschiedlichen Institutionen des Suchthilfesystems vernetzt, um frauenspezifische Aspekte und Angebote in die Suchtarbeit einzubringen, zu fördern und zu koordinieren.

 

Die Mitglieder der AG „Frauen und Sucht in Rheinland-Pfalz“

  • engagieren und setzen sich ein für frauenspezifische und innovative Angebote im Suchtbereich,
  • tauschen sich kontinuierlich über frauenspezifische Themen und Anforderungen aus den verschiedenen Arbeitsbereichen aus,
  • führen regelmäßig interkollegiale Fortbildungen durch und
  • setzen sich in Kooperation mit politischen Gremien, Verbandsgremien und am Arbeitsplatz für die Realisierung von frauenangemessenen Versorgungsstrukturen und Inhalten im Suchtbereich ein. 

Seit 1996 ist die AG „Frauen und Sucht“ Mitglied in der Landesstelle für Suchtfragen Rheinland-Pfalz. Die Sprecherin der AG nimmt regelmäßig an den Treffen der Landesstelle teil. Die Arbeitsgruppe selbst erhält keinerlei finanzielle Förderung.