Arbeitsmarktinitiative "Soziales integriert - Chance solidarische Sozialwirtschaft"

Zum Hintergrund

Deutschland hat in den Jahren 2015 und 2016 eine historisch hohe Zuwanderung erlebt. Viele der geflüchteten Menschen möchten in Deutschland bleiben, um sich hier eine neue Zukunft aufzubauen. Der wohl wichtigste Schritt bei der gesellschaftlichen Integration dieser Menschen ist neben dem Erlernen der deutschen Sprache die Integration in Arbeit. Dies ist angesichts der sehr unterschiedlichen Bildungssysteme in den Herkunftsländern eine große Herausforderung.

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e.V. leistet daher in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie und der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland einen aktiven Beitrag zur Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen in die Arbeitsfelder der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Den bestehenden und zukünftig weiter wachsenden Fachkräftebedarf, vor allem in pflegerischen und erzieherischen Berufen, begreift die Initiative dabei als Chance zur Integration von geflüchteten Menschen.

Zwei Bausteine - die individuelle und die strukturelle Integrationsförderung - bilden die Säule der Initiative "Soziales integriert - Chance solidarische Sozialwirtschaft".

Individuelle Integrationsförderung

Die Initiative wird vor Ort an 3 Pilotstandorten von unterschiedlichen Akteuren umgesetzt.

Bad Kreuznach: Malteser Hilfsdienst e.V.

Neuwied/Koblenz/Mayen: Kooperation der örtlichen Caritasverbände

Kaiserslautern: DRK-Kreisverband Kaiserslautern-Stadt e.V. und Ökumenisches Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH, Neue Arbeit Westpfalz

In den Pilotstandorten werden anhand des bestehenden Bedarfs Maßnahmen zur Integrationsförderung ausgewählt (z.B. Berufsorientierung, Vorqualifizierung in den Bereichen Pflege u.a.). Sowohl vor als auch nach Abschluss des Asylverfahrens für Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive werden praxisnahe Maßnahmen (z. B. Hospitationen und Praktika), aber auch längerfristige Vorqualifikationen zur Heranführung an eine Berufsausbildung in sozialen und Gesundheitsfachberufen angeboten.

Die Teilnehmenden werden sowohl über die Jobcenter rekrutiert, als auch über die aufsuchende und niedrigschwellige Beratung durch haupt- und ehrenamtliche Unterstützerstrukturen vor Ort, z.B. in Willkommencafés, Flüchtlingsunterkünften, Schulklassen, Migrationsberatungsstellen etc.

Strukturelle Integrationsförderung

Zum 1. März 2017 wurde in der LIGA-Geschäftsstelle eine landesweite Koordinierungsstelle mit einer halben Personalstelle eingerichtet, die mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz (Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie - Abt. Arbeit) finanziert wird. 

Diese Koordinierungsstelle soll unter anderem wirkungsvolle Handlungsansätze zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten in den Bereichen „Soziales, Pflege, Gesundheit“ entwickeln,  Informations- und Vernetzungsplattform für die örtlichen Pilotstandorte sein, die Initiierung neuer Standorte unterstützen und die Schulung von Betriebspaten in den sozialen Einrichtungen verantworten.

Kontakt:

Heidi Steffl, Referentin Initiative „Soziales integriert“, Löwenhofstr. 5, 55116 Mainz, Tel. 06131-224608, Fax: 06131-229724, E-Mail: h.steffl@liga-rlp.de

Ausblick

Auf dieser Seite erhalten Sie kontinuierlich Informationen zum aktuellen Sachstand, zur weiteren Planung sowie nützliche Tipps und Informationen rund um das Thema "Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt der Freien Wohlfahrtspflege".